Wasserpotential & pF-Kurve

Das Wasserpotential beschreibt die Arbeit, mit der Wasser gegen die Schwerkraft im Boden gehalten wird. Mit steigendem Wassergehalt erhöht sich das Wasserpotential zwischen den charakteristischen Kennwerten Feldkapazität (Fk) und permanenter Welkepunkt (pWp). Dieser Zusammenhang wird über sogenannte pF-Kurven vermittelt. Das von uns genutzte Messsystem misst neben dem Wasserpotential (Matrixpotential) kontinuierlich den Wassergehalt der Probe, der sich aufgrund von Verdunstung ständig reduziert. Im Gegensatz zur Drucktopfmethode können so in kurzer Zeit eine vollständige pF-Kurve ermitteln und daraus relevante Parameter, wie z.B. die nutzbare Feldkapazität (nFk) oder die ungesättigte Durchlässigkeit abgeleitet werden.

Anwendungspotentiale

Die nutzbare Feldkapazität als abgeleitetes Ergebnis der pF-Kurve zeigt die Menge an pflanzenverfügbaren Wasser im Boden. Neben diesem Parameter ist die pF-Kurve aber auch wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung von Pedotransferfunktionen und für gekoppelte numerische Modelle. Durch das von uns eingesetzte Messsystem können wir zusätzlich zum Wasserpotential die ungesättigte hydraulische Leitfähigkeit in Abhängigkeit des Wassergehalts ermitteln. Damit kann z.B. die Dauer des Wassereintrags an der Oberfläche für die Risikobewertung von Starkregenereingnissen ist realistischer abgeschätzt werden. 


unsere Anforderungen an den Probekörper 

  • ungestörte oder aufbereitete Proben
  • Mindestprobenmenge 1 kg pro Versuch

technische Ausstattung

  • mehrere vollautomatisierte Prüfstände zur gleichzeitigen Erfassung von Matrixpotential und Wassergehalt im Bereich von 0 < pF < 3,3 (Meter HYPROP 2)
  • Taupunktspiegelhygrometer zur schnellen Bestimmung des Wasserpotentials im Bereich von 4 < pF < 6,6

weiterführende Informationen