RoadIT1.0

Abseits des Fernstraßennetzes wird aktuell kein Messsystem zur realitätsnahen Ausgabe der Straßenoberbaubeanspruchung durch Schwerverkehr und klimatische Einflüsse eingesetzt. Solche Beanspruchungsdaten sind allerdings notwendig, um das Straßennetz gezielt sanieren und somit die Nutzungsdauer der Straße nachhaltig verlängern zu können. Im Fernstraßennetz eingesetzte Systeme werden aufgrund hoher Kosten für Installation und Betrieb und mangelnder Flexibilität nicht im kommunalen Bereich verwendet. 
 

Mithilfe eines in den Straßenoberbau integrierten Messsystems auf Basis von Beschleunigungs- und Temperatursensoren sollen im Vorhaben RoadIT1.0 aktuelle und historische Beanspruchungsdaten ermittelt werden. Durch Überfahrten werden dabei Schwingungen generiert, welche dann über Ansätze der künstlichen Intelligenz in Fahrzeuginformationen übersetzt werden. Diese werden zusammen mit  Temperaturdaten drahtlos an ein Live-Web-Dashboard übertragen, visualisiert und entsprechend aktueller Straßenbaurichtlinien interpretiert.

Im Rahmen von Vorstudien werden ab jetzt technische Komponenten (Sensorelemente, Rechenhardware für die KI-Integration, Kommunikationsgateways) geprüft. Nach Erstellung eines baupraktischen Integrationskonzeptes erfolgt die Verschmelzung der Komponenten in drei verschiedenen Testskalen. Durch Gegenüberstellung ermittelter Sensordaten mit (Fahrzeug-)Beanspruchungen unterschiedlicher Art sollen darauf aufbauend das KI-Modell trainiert und das Hardwarekonzept optimiert werden. Die finale Teststrecke im kommunalen Raum soll auch über die Projektlaufzeit erhalten und begleitet werden.


Förderkennzeichen:  19FS2037A 
Förderprogramm: mFUND - Digitalisierung und datenbasierte Innovationen für Mobilität 4.0 und Daseinsvorsorge in den Braunkohlerevieren (BMVI)
Laufzeit: 01/2023–12/2025
Partner: